Alpiner See, wie man ihn im Salzkammergut erwartet

Blatt 09 · Wasser

Das Salzkammergut ist schön. Deshalb ist es langsam.

Wer um zehn Uhr nach Hallstatt will, fotografiert zuerst Stoßstangen. Wer um sieben kommt, sieht den See, bevor der See ihn sieht. Das ist keine Moral, das ist Geometrie: eine Uferstraße, zwei Reisebusse, null Ausweichbuchten, die den Namen verdienen.

B145

Traunsee und das Gedränge der Kurven

Gmunden bis Bad Ischl ist keine Rennstrecke. Radfahrer, Ausflugsverkehr, plötzliche 30er. Halten Sie Abstand, nicht weil die Broschüre es sagt, sondern weil der Vordermann am Schaufenster bremst.

B158

Wolfgangsee, die Höflichkeitsschleife

Strobl, St. Wolfgang, St. Gilgen: Namen, die im Navi klingen wie Urlaub und sich im Juli anfühlen wie eine Einfahrt ins Fußballstadion. Parkhäuser am Rand, Schifffahrt als Fortsetzung, Auto als Pause.

Altaussee

Weniger Postkarte, mehr Atem

Wer den Trubel verlassen will, nimmt die stilleren Seen. Enger, oft nasser, ehrlicher. Tanken Sie vorher. Mobilfunk ist dort eine Laune.

Hochtal als Ausweichlandschaft hinter den Seen
Nebel über Bergen am frühen Morgen