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Wien ist kein Kreisverkehr mit Oper.
Von der Seestadtstraße 4 aus sieht die Stadt geordnet aus: gerade Achsen, neue Blöcke, viel Himmel. Zehn Minuten Richtung Zentrum wird daraus ein Gespräch zwischen Straßenbahn, Fahrrad und jemandem, der „nur kurz“ hält.
Unser Ausgangspunkt liegt im 22. Bezirk. Das verpflichtet zur Ehrlichkeit: draußen parkt man leichter. Drinnen zahlt man Lernen.
Umfahren
Die A23 ist eine Laune mit Baustellenkalender. Wer von Süden nach Norden muss, prüft die Asfinag, bevor er in die Spange eintaucht. Die A4 Richtung Flughafen ist klarer, die S1 oft der vernünftige Gürtel um das Chaos.
Hineinfahren
Parkhäuser sind keine Niederlage. Freie Bügel in Seitengassen sind oft Anrainerterritorium. Die Kurzparkzone endet nicht, weil die Häuser schöner werden. Wer ins Museum will, stellt das Auto ab und benimmt sich wie ein Fahrgast.
Seestadt als Startlager
Hier beginnt unser Fahrtenbuch. Tankstellen in Reichweite, Auffahrten zur A23 und S1, genug Platz zum Packen, bevor die Kehren kommen. Wer Österreich im Auto lesen will, muss Wien nicht durchqueren – er muss wissen, wann er es tun sollte.
Redaktion in der Seestadt